Das Tagebuch der Reise:

 

Zunächst vielen Dank für Euer Interesse. Ich versuche das Tagebuch so aktuell wie möglich zu halten. Aber bei einem Weltrekordversuch (ca. 14 - 16.000 km auf der Straße) ist mit so manchem zu rechnen!

Ich bin natürlich auch den Tücken der Technik ausgeliefert (z.B. durch Kälte bedingte mangelnde Batteriespannung), aber ständig bemüht, mein Bestes zu geben.

Bitte habt Verständnis, wenn so manches nicht zu 100% klappt. Seht bitte auch über Rechtschreib- und Grammatikfehler hinweg. Bei bis zu minus 15 Grad im Zelt schreibt es sich halt nicht so locker wie zu Hause vor dem Computer.

Leider habe ich nicht viel Zeit, um in ausschweifenden Worten alle meine Eindrücke wiederzugeben. Das Tagebuch wird nach der Reise fertiggestellt und überarbeitet - versprochen!

So, nun viel Spaß mit dem Abenteuer MXU Europe.

Euer Gerry

 

Start am 26.12.04: von Konstanz nach Eppan in Südtirol

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Die vergangenen Tage waren ziemlich heftig! Nachdem ich am 25.12. um vier Uhr morgens in dieWerkstatt gegangen bin, um am Quad zu arbeiten, verging der Tag vor der Abreise genauso heftig!

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Um 2:00 Uhr begab ich mich zu Bette. Am Tag der Abreise bin ich auch wieder um 7:00 Uhr am Quad, es gilt die letzten Handstriche zu machen. Bis schließlich gepackt und alles verstaut ist, zeigt meine Uhr bereits 15:00 an. Ein Dankeschön auch an meine Freunde, die sich von mir persönlich verabschiedet haben. Bei der Abfahrt fängt es leicht zu schneien an. Die Temperatur liegt bei ca. 2 Grad. Das kann ja heiter werden: bei Nacht über den Arlberg und das auch noch bei Schneefall!

 

Ich komme ganz gut voran und halte mich an ca. 60 km/h Einfahrgeschwindigkeit. Durch die Schweiz fahre ich noch etwas langsamer, um in Österreich die Geschwindigkeit auf 70 km/h zu erhöhen. In der Schweiz stört etwas der zum Teil heftige Schneeregen, der in Österreich sogar in starken Schneefall übergeht. Das Quad brummt locker die Kehren des Arlberg hinauf. Die Straßenmeisterei kommt kaum mit dem Räumen nach. Auch der anschließende Reschenpass ist mit reichlich Schnee gesegnet. Durch das naßkalte Wetter macht die elektrische Anlage etwas Probleme. Der Tachometer des MXU ist ausgefallen und fast zeitgleich der Tacho des Touratech-Instruments. Es ist außergewöhnlich naß und salzig! Das Quad hat ganz schön zu leiden, macht seine Arbeit aber prima!

Kurz vor Bozen verliert das Quad an Leistung, die Ursache war ich selbst. Durch die große Menge an Gepäck kann ich meine Füße nicht ordentlich abstützen und nach 5 Stunden ist das rechte Bein so schwer, daß ich ohne es zu merken die Bremse betätige, was zur Folge hat, daß diese heiß läuft und den Geist aufgibt.

Nun geht es ohne Hinterradbremse nach Eppan, wo ich bereits von meinem Onkel Pius und Tante Hedwig sowie Cousin Erwin erwartet werde. Es ist 21:00 Uhr als ich mich aus meinem IXS Thermo-Overall schäle. Natürlich lehne ich das Bett, welches mir meine lieben Verwandten anbieten, nicht ab. Die Idee, das Zelt vor dem Haus aufzubauen, finden sie gar nicht lustig!

Mit dem Wissen, daß mein MXU-Freund krank ist, schlafe ich ein. Die erste Etappe ist geschafft.

Daten:
330 Kilometer
Temperatur: -5 bis 3 Grad

 

27.12.04 - 2. Tag: Südtirol

Nach dem Frühstück geht es heute zum Snowboarden.

 

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Dieser Snowboardtag ist der einzige wirkliche Urlaubstag, während der Rekordfahrt. Es geht noch einmal in die Höhe, den Mendelpass hinauf. Dort gelange ich in das Skigebiet Monte Roen.

Es hat die letzten Tage prima geschneit, und der frische Neuschnee macht meinem Jester Snowboard und mir richtig Spaß. Obwohl ich Anfänger bin, komme ich mit dem Jester Board, der Elfgen Bindung und den von Werner Früh (Jester-Sports) zur Verfügung gestellen Snowboardschuhen prima zurecht.

 

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Ich boarde wie ein "Wilder" und habe einen Heidenspaß. Ich schaffe die fünf Abfahrten tatsächlich, ohne einmal zu stürzen und das, obwohl ich erst das dritte Mal auf so einem Brett stehe und auch noch die Videokamera in den Händen halte.

 

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Die Fahrt den Mendelpass herunter nach Eppan ist mit nur einer Bremse ein echtes Abenteuer, aber locker machbar.

So, jetzt heißt es erst einmal in der unbeheizten Garage das Quad für die weitere Reise zu präparieren. Das ganze dauert bis zwei Uhr morgens an. Ziemlich kaputt mache ich mich auf in mein Bett. Der Tacho des Quads geht wieder, das Touratech-Instrument hatte einen Wasserschaden. Die hintere Bremse ist nicht mehr reparierbar!

 

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