Saarbrücken: Dienstag den 05.12.2006

Ich habe gut geschlafen auf der Couch im Wohnzimmer. Nachdem Frühstück mache ich mir Gedanken über die heutige Route und programmiere das GPS 276 C. Auch dabei ist mir das neue Dell Notebook eine wertvolle Hilfe. Da sich der Heizgriff am Quad durch die Temperatur etwas gelockert hat umwickle ich das Gasgriffinnenrohr mit Isolierband.
Isolierband darf übrigens in keinem Reisegepäck fehlen.

 

Es regnet und das Wetter macht im Moment keinen Spaß zu fahren. Aber es liegen noch vierhundert Kilometer vor mir. Kaum komme ich aus Saabrücken raus und bin in Frankreich da hört es auch schon auf mit regnen. Es kommt teilweise die Sonne raus. Das fahren fängt nun langsam an Spaß zu machen. Auch der starke Gegenwind produziert durch eine starke Fönentwicklung macht dem keinen Abbruch. Ich komme relativ gut voran aber das Quad, das rote Kamel säuft auch so.

Durch den abgedeckten Paramotor habe ich ein Segel mit über 2 qm welche ich dem Fahrtwind entgegen halte. Die Reichweite des Quads liegt zu Zeit bei 130 Kilometer.
Deshalb entferne ich die Plane als die Sonne scheint und von nun an läuft das Quad viel besser. Ich bin mir sicher den Benzinverbrauch von zurzeit 12 Liter bei angepasster Fahrweise ohne Paramotor Abdeckung und eingefahrenem Quad auf unter 10 Liter zu bringen. So verschlingen im Moment die Tankstopps Zeit. Gut, dass ich den Paramotor Tank mit verwenden kann. Durch eine lösbare Verbindung hat das Benzin die Möglichkeit zum Quad zu gelangen was die Reichweite auf 200 Kilometer hochschraubt.
Kurz vor Paris, es ist dunkel und schüttet wie aus Kübeln tanke ich an einer Total Tankstelle und lege das Notebook auf den Tisch um die Adresse der mir befreundeten Familie Ludwig noch mal in das GPS zu übertragen. Das das GPS Gerät total voll ist funktioniert es nicht mehr und ich musste ein Teil der 14.000 Kilometer umfassenden Route löschen.
Später war ich für den kurzen Stopp und das umprogrammieren richtig dankbar. Das Navigationsgerät führte mich durch die ganze Stadt. Ohne es hätte ich meine Freunde vermutlich erst um Mitternacht erreicht. So kam ich um 20:00 Uhr an. Marietta machte ein schönes Abendessen für ihren Sohn Kevin und mich. Und nach langen anregenden Gesprächen und noch etwas Schreiben mache ich um 1:30 Uhr müde die Augen zu.